Pilzkalender: Was wächst wann?

Von Juni bis November wachsen die meisten der sieben Arten, im Winter bleibt der Austernseitling. Die Tabelle zeigt Richtwerte nach Fachquellen.

Die Hauptsaison der sieben Speisepilze dieser Seite liegt zwischen Juli und Oktober, wenn Steinpilz, Pfifferling, Maronen-Röhrling, Birkenpilz, Parasol und Wiesen-Champignon zugleich wachsen. Im Winter bleibt der Austernseitling, dessen mitteleuropäische Wildstämme erst bei Kälte Fruchtkörper bilden. Die Angaben sind Richtwerte nach Fachquellen; Wetter und Region verschieben sie um Wochen.

Kalender der Erntezeiten

Typische Erntezeiten in Deutschland
ArtJanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
AusternseitlingSaisonSaisonSaisonSaisonSaisonSaisonSaison
BirkenpilzSaisonSaisonSaisonSaisonSaison
Champignon (Wiesen-Champignon)SaisonSaisonSaisonSaison
Maronen-RöhrlingSaisonSaisonSaisonSaisonSaisonSaison
ParasolSaisonSaisonSaisonSaisonSaison
PfifferlingSaisonSaisonSaisonSaisonSaisonSaison
SteinpilzSaisonSaisonSaisonSaisonSaison

Richtwerte für Deutschland. Wetter und Region verschieben die Saison um Wochen. Beim Steinpilz kommen vereinzelte Funde schon im Mai und noch im November vor; die Tabelle zeigt nur die Hauptzeit. Beim Wiesen-Champignon nennt Wikipedia nur den Beginn (ab Juli), ein Pilzportal reicht bis in den Spätherbst. Der Austernseitling wächst wild vor allem im Winterhalbjahr; ausgewilderte Zuchtformen kommen laut Wikipedia inzwischen das ganze Jahr über vor.

Der Kalender folgt den Monaten aus Wikipedia und prüft sie an einem Pilzportal, das oft weitere Zeiträume nennt, etwa „Frühsommer bis Spätherbst“. Für den Austernseitling gibt es keine genauen Monatsangaben; die Tabelle fasst „Winterpilz“, „Herbst bis Frühjahr“ und „ab Mitte November häufig“ zusammen. Gezüchtete Austernseitlinge brauchen keinen Kältereiz.

Frühjahr

Im Frühjahr bieten die sieben Arten dieser Seite wenig. Mitteleuropäische Wildstämme des Austernseitlings bilden Fruchtkörper erst unter 11 °C; ein Pilzportal nennt Herbst bis Frühjahr. Steinpilze erscheinen vereinzelt schon ab Mai oder Juni, größere Mengen wachsen erst ab August.

Sommer

Ab Juni beginnen der Pfifferling, der Birkenpilz und der Steinpilz. Den Maronen-Röhrling gibt es in feuchten Sommern schon im Juni oder Juli. Ab Juli kommen der Parasol und der Wiesen-Champignon hinzu.

Herbst

Im Herbst überlappen sich die Zeiten. Die Hauptsaison des Maronen-Röhrlings reicht von Mitte September bis November, bis der Frost einsetzt. Steinpilze wachsen in größeren Mengen bis etwa Oktober, Birkenpilze bis Oktober. Pfifferling und Parasol erscheinen meist bis in den November, den Wiesen-Champignon nennt ein Pilzportal bis in den Spätherbst. Ab Mitte November nennt ein Pilzportal den Austernseitling als häufig.

Winter

Im Dezember, Januar und Februar bleibt von den sieben Arten der Austernseitling. Mitteleuropäische Wildstämme bilden Fruchtkörper erst bei Temperaturen unter 11 °C und galten deshalb als Winterpilz. Die übrigen sechs Arten wachsen im Dezember bis Februar nach den ausgewerteten Quellen nicht regelmäßig; vereinzelte Spätfunde sind möglich (Wikipedia nennt für den Steinpilz einzelne Exemplare noch im November oder Dezember). Welche weißen, stiellosen Seitlinge mit Vorsicht zu behandeln sind, steht im Profil des Austernseitlings.

Warum die Saison schwankt

Die Fruchtkörper hängen vom Wetter ab. Der Wiesen-Champignon erscheint laut Wikipedia meist nach ausgiebigen Regenfällen, der Maronen-Röhrling schon im Juni oder Juli, wenn der Sommer feucht ist, und seine Saison endet mit dem Frost. Der Austernseitling braucht als Wildpilz Temperaturen unter 11 °C. Dazu kommen Unterschiede zwischen den Quellen: Sie nennen für dieselbe Art teils verschiedene Zeiträume, zum Beispiel für den Pfifferling Juni bis November (Wikipedia) oder Frühling bis Spätherbst (ein Pilzportal). Verlass dich deshalb nicht auf das Datum, sondern auf die Prüfung des Fundes durch einen Pilzsachverständigen.

Sammelethik

Sammle nur Arten, die du sicher kennst, und nimm nur frische, gesunde Pilze mit. Überalterte oder sehr große Exemplare lässt du laut DGfM stehen, ebenso sehr kleine, deren Merkmale noch nicht ausgebildet sind. Das Abschneiden oder Herausdrehen ist für das Myzel gleichwertig; wichtig ist, dass die Stielbasis für die Prüfung erhalten bleibt. Steinpilze, Pfifferlinge sowie Birkenpilze und Rotkappen sind besonders geschützt; nach § 2 Abs. 1 der Bundesartenschutzverordnung ist die Entnahme geringer Mengen für den eigenen Bedarf ausgenommen (Stand: 3. November 2026). Praktische Regeln stehen unter Pilze sammeln, die rechtlichen Grundlagen unter Pilze sammeln: Was ist erlaubt?

Häufige Fragen

Wann beginnt die Pilzsaison?

Nach Wikipedia erscheinen Pfifferlinge meist ab Juni, Steinpilze vereinzelt ab Mai oder Juni und Birkenpilze ab Juni. Die Hauptsaison der hier beschriebenen Arten liegt zwischen Juli und Oktober. Wetter und Region verschieben den Beginn um Wochen.

Gibt es im Winter Speisepilze?

Von den sieben Arten dieser Seite wächst im Winter der Austernseitling: Mitteleuropäische Wildstämme bilden Fruchtkörper erst unter 11 °C; Zuchtformen, auch ausgewilderte, brauchen keinen Kältereiz. Auch für Winterfunde gilt: Ein Pilzsachverständiger muss jeden Wildfund prüfen (Pilzsachverständigen finden).

Quellen